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Literaturliste

Dschungelkind
Kuegler, Sabine

Inhalt: Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam: Was uns unvorstellbar erscheint – Sabine Kuegler hat es erlebt: Als Tochter deutscher Forscher verbrachte sie ihre Kindheit mitten im Dschungel von West-Papua, bei einem vergessenen Stamm von Kannibalen. Bis sie siebzehn war, kannte sie keine Autos, kein Fernsehen und keine Geschäfte. Sie spielte nicht mit Puppen, sondern schwamm mit Krokodilen im Fluss – und erlebte schon früh die alten Rituale des Tötens. Die Natur war ihr Spielplatz, der Dschungel ihre Heimat, der Himmel ihr Dach. Heute, nach Jahren in Europa, ist ihre Seele gefangen zwischen zwei Kulturen. Sabine Kuegler weiß, dass sie zurückkehren muss – zurück in eine Welt, die für viele nicht mehr existiert.

Bibliografische Angaben: Droemer, 2005, 351 S., ISBN 978-3-426-27361-6


Kannst Du?
Lebert, Benjamin

Inhalt: Gemeinsam gehen Tim und Tanja auf eine Interrail-Reise durch Skandinavien. Die beiden kennen sich flüchtig aus Berlin und treten die Fahrt aus ganz unterschiedlichen Motiven an. Es wird eine Reise in die Extreme der Gefühle, explosiv, zärtlich und schmerzlich verwirrend. Tim ist jemand, der ein Gefühl hat für Entfernungen. Vor allem für die Entfernungen zwischen Menschen. Sein früher Erfolg als Bestsellerautor hat ihm viel Aufmerksamkeit und so manchen Liebesbrief beschert und ihn rund um den Globus geführt, aber bei all den Begegnungen war es ihm doch, als sei er nicht wirklich dabei. Froh über den Anstoß, aus seinem solitären Leben auszubrechen, sagt Tim zu, als Tanja, eine Kneipenbekanntschaft, ihn fragt, ob er sie auf ihrer geplanten Interrail-Reise begleiten wolle. Tim schließt sich Tanja an, einer hübschen, fröhlichen und mitten im Leben stehenden jungen Frau, die mit ihren 18 Jahren viel besser zu wissen scheint, wo es langgeht, als der drei Jahre ältere Tim. So wirkt es. Völlig überrascht und hilflos wird Tim dann aber Zeuge von Tanjas nächtlichen Heulanfällen, von ihren verzweifelten Versuchen, sich selbst zu verletzen, die sie aber kurz darauf mit einem fröhlichen »Lass uns nicht darüber reden« wegzuwischen versucht. Beide spüren sie, dass sie einander nicht helfen können, dass sie es vielleicht noch nicht einmal stark genug wollen, weil sie zu sehr in ihren eigenen Kummer vertieft sind. Und dennoch unternimmt Tim in einem gewaltigen Kraftakt einen Rettungsversuch. Ein Roman über Einsamkeit und heldenhafte Versuche, diese zu überwinden.

Bibliografische Angaben: Kiepenheuer & Witsch, 2. Aufl. 2006, 265 S., ISBN 3-462-03664-5


Nacht, in der meine Schwester den Weihnachtsmann entführte, Die
Drvenkar, Zoran

Inhalt: In acht schrägen, witzigen und zum Teil absurden Geschichten schildert der Autor seine Weihnachtserlebnisse von der Kindheit bis zur Pubertät: Wie seine Schwester Susa den Weihnachtsmann im Badezimmer einsperrt; der Vater es mit dem Tannenbaum"kauf" mal wieder nicht so genau nimmt oder er kurzerhand die ganze Familie nach Kroatien entführt.

Bibliografische Angaben: Süddeutsche Zeitung Edition, 2007, 1 CD, ISBN 3-86615-441-0




Prinz William, Maximilian Minsky und ich
Rahlens, Holly-Jane

Inhalt: Nelly Sue Edelmeister ist zukünftige Weltraumforscherin, brillante Schülerin und - verliebt. Und zwar in Prinz William! Lucy, Nellys amerikanische Mutter, findet das gar nicht komisch. Statt königlicher Websites soll ihre Tochter lieber die Thora studieren: Nellys Bat-Mizwa, die festliche Aufnahme der jungen Erwachsenen in die jüdische Gemeinde, steht unmittelbar bevor. Doch als die Schulmannschaft zu einem Basketballturnier nach Eton eingeladen wird, hat Nelly, die vorher um jeden Sportplatz einen weiten Bogen gemacht hat, nur noch ein Ziel: Sie will mit. Vielleicht lässt sich ja ein Deal mit diesem Basketball-Crack im Fledermaus-Look, diesem unsäglichen Maximilian Minsky, arrangieren ...

Bibliografische Angaben: Rowohlt, 5. Auflage 2006, 211 S., ISBN 978-3-499-21274-1


Wir Kinder vom Bahnhof Zoo
Felscherinow, Christiane

Inhalt: Mit zwölf kam Christiane F. in einem evangelischen Jugendheim zum Haschisch, mit dreizehn in einer Diskothek zum Heroin. Sie wurde süchtig, ging vormittags zur Schule und nachmittags mit ihren ebenfalls heroinabhängigen Freunden auf den Kinderstrich am Bahnhof Zoo, um Geld für die Droge zu beschaffen. Ihre Mutter bemerkte fast zwei Jahre lang nichts vom Doppelleben ihrer Tochter.

Bibliografische Angaben: Gruner + Jahr, 48. Aufl. 2006, ISBN 3-570-02391-5