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Familie und Jugend

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Literaturliste

Alles Lüge
Feid, Anatol

Inhalt: Völlig unvorbereitet wird die 12jährige Martina mit dem Gerücht konfrontiert, ihre große Schwester Inge sei drogenabhängig. Auf das Thema angesprochen beruhigen die Eltern Martina. Nichts von dem, was in der Kleinstadt geredet wird, sei wahr. Inge sei nierenkrank und brauche daher ärztliche Hilfe. Nur allzu gern klammert sich Martina an die Beteuerungen der Eltern und gerät unversehens in ein Gewirr aus Selbstbetrug und Lügen.

Bibliografische Angaben: Arena, 12. Aufl. 2005, 111 S., ISBN 978-3401025544

Zusatzinformation: Der Roman schildert aus der Sicht einer 12jährigen, welchen Belastungen eine Familie ausgesetzt ist, wenn eines der Kinder drogenabhängig ist.

Sprachniveau: 3. Lehrjahr




Blue Print
Kerner, Charlotte

Inhalt: Irgendwann in der Zukunft: Die hoch begabte Komponistin Iris Sellin ist unheilbar krank und kinderlos. Damit ihr Talent nicht mit ihr aus der Welt verschwindet, lässt sie sich klonen. Iris und ihre Tochter Siri sind damit eineiige Zwillinge und zugleich Mutter und Kind. Siri wächst in einer Beziehung auf, die es so zwischen zwei Menschen noch nie gegeben hat. Als Kopie, als Blueprint ihrer Mutter, lebt sie mit einem vorgegebenen Leben und dem Auftrag, Iris und ihr Talent unsterblich zu machen. - Was aber bedeutet ein solches Leben für das Original und die Kopie? Wer ist hier Ich und wer Du, wer frei und wer Sklave des anderen?

Bibliografische Angaben: Beltz & Gelberg, 1999, 204 S., 978-3-407-78909-9

Zusatzinformation: Deutscher Jugendliteraturpreis 2000; Charlotte Kerner setzt mit ihrem zweiten Zukunftsroman eine Diskussion fort, die bisher immer ohne Beachtung ihrer emotionalen Seiten geführt worden ist. Das Klonen von Menschen ist ja nicht nur das Problem ihrer Macher. Siris Identifikationssuche in dieser Geschichte zeigt, was es heißt, nicht aus elterlicher Liebe gezeugt, sondern aus Narzissmus reproduziert worden zu sein, um als Kopie dem Ruhm des Originals zu dienen. Ein beklemmendes Thema in einem spannenden Roman.

Sprachniveau: 4. Lehrjahr


Bonsai
Nöstlinger, Christine

Inhalt: Bonsai ist der Spitzname der Klasse für einen 15-jährigen Jungen: er ist kleingewachsen, aber wohl in richtigen Proportionen. Er wohnt mit seiner Alleinerzieherin in Wien. Sein Sozialleben beschränkt sich anfangs auf die Tante und seine Kusine. Ein Großteil seiner Tage verbringt er in Gedanken, zum Beispiel über die Orientierung seiner Sexualität; ansonsten hat er jeden Tag einen Streit mit seiner übrigens sehr gebildeten Mutter

Bibliografische Angaben: Beltz & Gelberg, 1997, 247 S., ISBN 3-407-78821-5

Zusatzinformation: Das Buch ist in schneller Sprache geschrieben, voller Jugendsprache auch, und trotz einer Erläuterung nicht unkompliziert mit viel Wiener Dialekt versehen: \'Dieses vorferiale Fünfer-Gezitter ist mir jedes Jahr besonders lästig. Ich zittere ja nicht. Erstens, weil meine Leistungen nie in Fünfer-Nähe geraten, und zweitens, weil mir auch Fünfer egal wären. Und hockt man als ein an Noten Desinteressierter unter Noten-Hysterikern, wird man noch mehr zum Außenseiter.

Sprachniveau: 2. Lehrjahr


Crazy
Lebert, Benjamin

Inhalt: „Das war alles ein wenig viel für mich heute: Anstatt zu schlafen, eine Feuerleiter hinaufzuklettern, zu saufen, was das Zeug hält, mal eben ein bisschen zu vögeln und nebenbei erwachsen zu werden. Das reicht für eine Nacht. Da würde jeder kotzen, glaube ich.“ In seinem Roman erzählt Benjamin Lebert mit erstaunlicher Wärme, großem Witz und einer guten Portion Selbstironie von der Schwierigkeit des Erwachsenwerdens.

Bibliografische Angaben: Kiepenhauer & Witsch, 1. Aufl. 2001, 174 S., ISBN 3-462-03026-4

Zusatzinformation: Verfilmung: "Crazy" (2000); ca. 97 Min.; Regie: Hans-Christian Schmid; mit: Robert Stadlober, Tom Schilling, Julia Hummer

Sprachniveau: 4. Lehrjahr


Bruder, Der
Drvenkar, Zoran

Inhalt: Toni ist dreizehn und gehört zu einer Clique von Jungen, für die Freundschaft über allem steht. Er ist verliebt in zwei Mädchen, die nichts davon wissen, und träumt davon, DJ zu werden. Eigentlich hätte Toni keinen Grund, sich zu beschweren, wäre da nicht sein älterer Bruder. Ein Bekloppter, der faule Dinger dreht, sagten seine Eltern, als sie ihn rauswarfen und er aus Tonis Leben verschwand. Aber immer noch mein Bruder, sagt Toni, als der Bruder nach zwei Jahren plötzlich vor der Schule auftaucht. Toni weiß nicht, ob er blind zu seinem Bruder und dessen linken Geschäften stehen oder seinen eigenen Weg gehen soll. Bis er eines Tages eine schwerwiegende Entscheidung treffen muss.

Bibliografische Angaben: Rowohlt, 3. Aufl. 2004, 221 S., ISBN 3-499-20958-6

Zusatzinformation: Auktorialer Erzähler: allwissend, kann sich an die Leser/in wenden, das Geschehen kommentieren. Er steht über der Handlung. Er kann auch die Worte, Gedanken und Gefühle seiner Figuren nach Belieben ausbreiten, zusammenfassen oder verschweigen. In der Regel spart er nicht mit Wertungen oder Urteilen und gelegentlich kommentiert er Ansichten der Personen auf ironische Weise. (frei zitiert nach F.K. Stanzel: Typische Formen des Romans, Göttingen 1964)

Adoleszenz: Das Wort Adoleszenz wird von dem lateinischen Verb adolescere abgeleitet und bedeutet soviel wie "aufwachsen“. Hiermit ist der Übergang in der Entwicklung des Menschen von Kindheit (Pubertät) hin zum vollen Erwachsensein gemeint. In Deutschland wird die Adoleszenzphase je nach Entwicklungsstadium von 17-24 Jahren betrachtet. (zitiert nach: Wikipedia)

Sprachniveau: 3. Lehrjahr




Allerverrückteste Stadt und ich, Die: Doro in Amsterdam
Schins, Marie-Thérèse

Inhalt: Niemals hätte Doro geglaubt, dass eine Stadt so viele Gesichter hat: Amsterdam ist einfach unfassbar. Diesmal ist die 13jährige ohne ihren Vater auf Reisen und erlebt eine aufregende Großstadt, in der Menschen auf dem Wasser und auf der Straße leben und Frauen sich in Schaufenstern präsentieren. Doch Doro erfährt auch vieles über die Geschichte dieses Landes, in dem ihre Mutter geboren und der Großvater im Widerstand gegen die Nationalsozialisten kämpfte. Zielgruppe: 2.- 3. Lehrjahr

Bibliografische Angaben: Hammer, 2003, 144 S., ISBN 3-87294-928-4

Zusatzinformation: Mit Zeichnungen von Wiebke Oeser.

Sprachniveau: 2. Lehrjahr


Flaschenpost, Die
Kordon, Klaus

Inhalt: Matze hofft insgeheim, dass seine Flaschenpost von der Spree bis nach Afrika oder Australien treibt. Doch dann antwortet ihm Lika aus Westberlin. Dem Teil der Stadt, der Matze so unbekannt ist wie ein fremdes Land. "Mein Name ist Matthias Loerke", hatte Matze geschrieben. "Ich wohne in der Neuen Krugallee 72, DDR-1193 Berlin. Ich bin fast zwölf Jahre alt und gehe in die sechste Klasse. Wer diese Flaschenpost findet, soll mir schreiben. Ich schreibe garantiert zurück." Als Lika aus Westberlin antwortet, ist Matze trotzdem nicht enttäuscht. Der westliche Teil der Stadt ist ihm nämlich so unbekannt wie ein fremdes Land. Nur seine Eltern sind von der Brieffreundschaft nicht begeistert; Ostberlinern kann der Kontakt zu Menschen im Westen schaden. Und auch die Westler haben so ihre Bedenken. Doch Matze und Lika haben ihren eigenen Kopf - und sie schaffen es sogar, sich zu treffen.

Bibliografische Angaben: Beltz & Gelberg, 1999, 177 S., ISBN 3-407-78378-7

Zusatzinformation: Sprachniveau: 2. Lehrjahr




Große Flatter, Die
Ossowski, Leonie

Inhalt: Wer schon aus einer Obdachsiedlung kommt, hat eh keine Chance. Auch Schocker und Richy, die beiden Jungen aus den Baracken, haben die Schnauze voll. Nur raus hier! Aber alles geht schief. Ihre Sehnsucht nach einem ganz normalen Leben erfüllt sich nicht.

Bibliografische Angaben: Fischer, 9. Aufl. 2005, 217 S., ISBN 3-596-80305-5

Zusatzinformation: Film: "Die grosse Flatter" (1979)/ TV-Produktion; 282 Min. (3 Teile); Regie: Marianne Lüdcke; Mit: Richy Müller, Jochen Schröder, Hanna Schygulla

Sprachniveau: 4. Lehrjahr


Letzten Kinder von Schewenborn, Die
Pausewang, Gudrun

Inhalt: Über Deutschland explodiert eine Atombombe. Von nun an beherrschen Krankheit, Todesangst und Kriminalität den Alltag. Eine Zukunft gibt es nicht mehr.

Bibliografische Angaben: Ravensburger, 1987, 187 S., ISBN 3-473-58007-4

Zusatzinformation: Gudrun Pausewang entwirft ein fiktives Szenario, das erschüttert und zum Nachdenken zwingt.

Sprachniveau: 4. Lehrjahr




Nachtstimme, Die
Kleberger, Ilse

Inhalt: Benjamin schafft nach einer langen Krankheit den Anschluß in der Schule nicht mehr. Die Mutter meint es gut und macht alles falsch. Er verliert die Lust am Leben und gerät an den Alkohol. Als er in seiner Verzweifelung nachts bei der Telefonseelsorge anruft, hört er die Stimme einer jungen Frau, die für ihn Hoffnung bedeutet. Benjamin will die "Nachtstimme" kennenlernen, doch da gibt es ein Geheimnis.

Bibliografische Angaben: Arena, 15. Auflage 2006, 151 S., ISBN 3-401-02523-6

Zusatzinformation: Sprachniveau: 3. Lehrjahr




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